Künstliche Intelligenz und Tools wie ChatGPT sind in aller Munde. Natürlich führt dies dann auch schnell zur Frage, wie sich die neuen Möglichkeiten auch für das E-Mail-Marketing nutzen lassen. Heute wollen wir Ihnen – am Beispiel der E-Mail-Betreffzeile – einige Anregungen mitgeben, wie KI auch Ihre Prozesse unterstützen und effizienter machen kann.
Der Einsatz von generativer KI zur Erstellung von E-Mail-Betreffzeilen kann für Marketer einige Vorteile bieten, aber es ist wichtig, auch mögliche Nachteile nicht aus den Augen zu verlieren
Die Vorteile im Überblick:

Allerdings gilt es auch mögliche Nachteile im Blick zu behalten:
1. Fehlende menschliche Note:
KI-generierten Betreffzeilen kann die menschliche Note und die emotionale Nuance fehlen, die ein erfahrener menschlicher Marketer bieten kann, was dazu führen kann, dass E-Mails weniger echt wirken.
2. Übermäßige Abhängigkeit:
Wenn man sich bei den Betreffzeilen zu sehr auf KI verlässt, kann dies zu einem Verlust an Kreativität und Innovation bei E-Mail-Marketingstrategien führen. Die Mailings können dann schnell generisch und langweilig wirken.
3. Ethische Bedenken:
Wenn man die KI unkontrolliert einsetzt, kann es eventuell zu Formulierungen kommen, die sachlich falsch oder beleidigend sind und dem Ruf der Marke schaden. Daher: die manuelle Nachkontrolle bleibt auch hier unerlässlich.
Mensch gegen Maschine – so können Sie es ganz einfach testen
Die Verwendung eines KI-gesteuerten Betreffzeilen-Generators und das Testen seiner Ergebnisse im Vergleich zu von Menschen erstellten Betreffzeilen kann ein wertvolles Experiment zur Optimierung Ihrer E-Mail-Marketingkampagnen sein.
Schritt 1 : Zieldefinition
Legen Sie Ihre E-Mail-Marketingziele fest, z. B. die Erhöhung der Öffnungsrate, der Klickrate oder der Konversionsrate. Definieren Sie klar, wie Erfolg für Ihre E-Mail-Kampagne aussieht. Beispiel: Ihr Ziel könnte sein, die Klickrate für eine E-Mail-Kampagne zur Produkteinführung um 15 % im Vergleich zur vorherigen Kampagne zu erhöhen.
Schritt 2 : Wählen Sie einen AI-gesteuerten Betreffzeilen-Generator:
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern dafür. Wichtig ist dabei, dass der Generator idealerweise in Ihr Versandsystem integriert ist, um die nachfolgenden Arbeitsschritte zu vereinfachen. So bietet z.B. auch unser EMMA Frontend ein solches Tool:

Schritt 3 : Sammeln Sie Daten und segmentieren Sie Ihr Publikum
Sammeln Sie relevante Kundendaten, wie z. B. demografische Daten, frühere Käufe und Verhalten. Segmentieren Sie Ihre E-Mail-Liste auf der Grundlage dieser Daten, um die Betreffzeilen auf verschiedene Gruppen zuzuschneiden.
Schritt 4 : Konfigurieren Sie den KI-Generator
Je nach Konfigurator gibt es verschiedene Möglichkeiten, den KI-Generator zu füttern und so möglichst relevante und aussagekräftige Betreffzeilen zu generieren. Hier gilt es, mit der passenden Betreffzeile den Empfänger zum Öffnen der E-Mail zu bewegen.
Darüber hinaus ist es jedoch auch wichtig, die Erwartungen des Empfängers mit dem Inhalt der Mail in Einklang zu bringen, damit schließlich das gewünschte Marketingziel (z.B. Leadgenerierung, Abverkäufe, User Engagement) auch tatsächlich erreicht wird. Unser EMMA-Tool analysiert hier den Inhalt Ihrer Mail und entwickelt daraufhin entsprechende Vorschläge. Daneben ist es möglich Tags (Schlagwörter) vorzugeben, die bei der Generierung von der KI berücksichtigt werden.
Schritt 5 : Betreffzeilen generieren
Verwenden Sie das KI-gestützte Tool, um eine Reihe von Betreffzeilen für Ihre E-Mail-Kampagne zu erstellen. Die KI sollte mehrere Varianten zur Auswahl anbieten.
Schritt 6 : Von Menschen generierte Betreffzeilen erstellen
Lassen Sie ein Team von erfahrenen E-Mail-Marketern oder Textern eigene Betreffzeilen für dieselbe E-Mail-Kampagne erstellen.
Schritt 7: A/B-Test einrichten
Richten Sie einen A/B-Test in Ihrer E-Mail-Marketingplattform ein. Dabei werden zwei Versionen der E-Mail – eine mit KI-generierten Betreffzeilen und die andere mit von Menschen erstellten Betreffzeilen – wie üblich an die selben Segmente Ihrer Zielgruppe gesendet. Wie bei einem A/B-Test üblich, bleibt sonst alles weitere identisch, sonst würde das Ergebnis verfälscht.
Schritt 8 : Überwachen und Analysieren
Verfolgen Sie die wichtigsten Kennzahlen für beide E-Mail-Versionen, z. B. Öffnungsraten, Klickraten, Konversionsraten und erzielte Umsätze. Verwenden Sie die Analysetools Ihrer E-Mail-Marketingplattform.
Schritt 9: Ergebnisse vergleichen
Vergleichen Sie nach Abschluss der Kampagne die Leistung von KI-generierten Betreffzeilen und von Menschen erstellten Betreffzeilen. Ermitteln Sie, welche Version auf der Grundlage Ihrer vordefinierten Ziele bessere Ergebnisse erzielt hat.

Schritt 10 : Weiterentwickeln und verfeinern
Nutzen Sie die aus dem A/B-Test gewonnenen Erkenntnisse, um Ihre Strategie zur Erstellung von Betreffzeilen zu verfeinern. Sie können die KI-Konfiguration schrittweise anpassen, die Richtlinien ändern oder sogar KI und menschliche Eingaben für die Erstellung von Betreffzeilen in nachfolgenden Kampagnen kombinieren.
Fazit
Wenn Sie diesen Prozess befolgen, können Sie KI-gestützte Betreffzeilengeneratoren effektiv nutzen und gleichzeitig den menschlichen Touch in Ihren E-Mail-Marketingbemühungen beibehalten. Regelmäßige Tests und Optimierungen helfen Ihnen, die richtige Balance zwischen KI-Unterstützung und menschlicher Kreativität zu finden, um Ihre E-Mail-Marketingziele zu erreichen.
